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Nachfrage auch nach anderen organischen Düngern stark gestiegen
Beim Lohn- und Handelsunternehmen „Bollmer Umwelt GmbH“ aus Wietmarschen stellt man in den vergangenen Monaten nicht nur eine verstärkte Nachfrage nach Hühnertrockenkot, Geflügelmist oder Gülle fest, sondern auch nach anderen organischen Düngern.
Das Unternehmen, das als einen Schwerpunkt den Handel und die Verwertung sowie Ausbringung von organischen Düngemitteln hat, betreibt selbst eine Kompostierungsanlage. Diese hat absatzmäßig 2008 voraussichtlich ein Plus von 25% gegenüber 2007 zu verzeichnen – die Nachfrage sein entsprechend gestiegen, so Jens Conrady und Martin Wieschebrock, bei Bollmer Ansprechpartner für die Sparte Wirtschaftsdünger. Ebenso seine die flüssigen Reststoffe aus der Kartoffelverarbeitung als – verhältnismäßig günstiger – Dünger mittlerweile sehr gefragt. Grundsätzlich sehen die beiden angesichts der stark gestiegenen Mineraldüngerpreise „noch mehr Sorgfalt“ bei der Düngeplanung der Landwirte.
Die Firma Bollmer Umwelt GmbH vermittelt auch rund 10.000t Hühnertrockenkot aus den Niederlanden, Conrady schätzt, dass etwa 30% der dort anfallenden Menge mittlerweile in eigenen Land zwecks energetischer Nutzung in neuen Mistverbrennungsanlagen „verbraucht“ wird. Diesseits der Grenze wird das wertvolle Produkt derzeit je nach Entfernung mit etwa 8 bis 20€/t gehandelt – die niederländischen Verbrennungsanlagen bekommen rund 15€/t, so Conrady.
Der Hähnchenmist, den Bollmer vermittelt, wird inzwischen bis zu 400 km weit gefahren. Die Ackerbauern zahlen hierfür bis zu 20€/t. Die Hähnchenmäster selbst zahlen jedoch nach wie vor für die „Entsorgung“, wenn auch etwa weniger als vor einem halben Jahr.
Die Gülle, für die die Fa. Bollmer Abnahmeverträge hat, wird komplett (zur Zeit etwa 60.000 cbm) durch die beiden Biogasanlagen des Unternehmens „geschleust“, für die abgebenden Betriebe fallen Kosten zwischen 4 und 11 €/cbm an. Die Gärreste werden zu etwa 70 im Umkreis von 25 km ausgebracht, die Abnehmer zahlen hier zwischen 1 und 2,50€/cbm. Die restlichen 30 werden in Ackerbauregionen verbracht – wo die Abnehmer bereits sind, entsprechend mehr zu bezahlen.
Quelle: Land und Forst Nr. 34, 21. August 2008 Seite 44





